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Montag, 8. Juli 2013

Der "Jennifer Nathalie Pyka Award"

Leute, mal ehrlich - das ist mehr als peinlich, nicht? Wenn man gerade mal am Anfang seines Berufslebens steht, nach einem - na ja, nennen wir es mal so - doch eher kleinen akademischen Abschluß, dann taugt man wirklich nur mäßig als Namensstifter für einen Journalismus-Preis. Früher nannte man das, was jetzt der "Bachelor"-Abschluß ist, ehrlicherweise einfach "Vordiplom" und der Student zeigte damit lediglich, daß er befähigt und damit berechtigt war, nun richtig zu studieren.

Andererseits ist die Legendenbildung im Zuge des Selbstmarketing schon früh angelegt worden, durch diesen (sicher von Wanda selbstgeschriebenen oder doch jedenfalls freigegebenen) Text:

Quelle: www.theeuropean.de/jennifer-pyka


Ein richtiges Wunderkind also, wird einem nahegelegt zu glauben. Ein Durchstarter, ein Überflieger, nach sechs Semestern den Bachelor, nun ja. Komisch nur, daß hier als Berufserfahrung BILD-München genannt wird (zwei Wochen Hospitation?) und eine namentlich nicht genannte "PR-Agentur" in San Francisco, wo Mama Gabi lebt (drei Wochen Kaffeekochen und Lächeln an der Rezeption?), es in einer anderen Quelle aber heißt:
"Berufserfahrung: Radio Energy München (Praktikantin)" 
Auf solche Widersprüche sollte man doch achten, denn das führt zur Verwirrung oder doch jedenfalls zu Nachfragen. Oder ist das ein Geheimnis, welche der vielen Public Relations and Public Affairs Agencies in San Francisco das war?